86. Kunsthistorischer Studierendenkongress | 15.–18. Mai 2014 | München

Da schau her!
Präsentation als Form und Inhalt

Direkt zum Programm!

KSK 2014 in München

Der 86. KSK, der nach 14 Jahren wieder in München stattfinden wird, möchte sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Kunstwerk und dessen Inszenierung befassen. Neben dem musealen oder ortsspezifischen Kontext, sollen ebenso im Kunstwerk immanente wie externe Präsentationsformen näher betrachtet werden. Wir möchten mit unserem KSK die Diversität der Präsentation von Kunst gattungs- und epochenübergreifend thematisieren.

Hinsichtlich unserer inhaltlichen und akademischen Auseinandersetzung stellen wir gewohnte „Präsentationsformen“ zur Diskussion und möchten zu unkonventionellen Herangehensweisen ermutigen. Unseren Kongress stellen wir uns als eine pluralistische Plattform aller Studierenden vor, die an kunsthistorischen Fragestellungen interessiert sind. Neben dem wissenschaftlichen Austausch möchten wir vor allem subversiven und experimentellen Denkansätzen Raum bieten.

Die Stadt München bietet als Schauplatz des 86. KSK mit ihrer umfangreichen Kulturlandschaft viele Anknüpfungspunkte für unser Programm und gleichsam einen angemessenen Rahmen, innerhalb dessen unser Kongress stattfinden kann.

KSK?

Der KSK ist die Vollversammlung aller Studierenden der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaften des deutschsprachigen Raumes. Damit hat er einen hohen Anspruch an sich selbst, denn das gesamte Wochenende eines Kongresses ist damit gemeint. Der Kongress vertritt, diskutiert und artikuliert seine Aufgaben nach der Satzung in seinen Organen.

> Allgemeine KSK-Seite auf Facebook

> Ausführliche Infos zum KSK auf der KSK Berlin-Website

> Über die Geschichte des KSK bei Wikipedia

> Das KSK-Archiv in Hamburg

Blog

ZWEImal hinschauen (und Grüße nach Berlin/Bethanien…)

Drei Jahre bereiste der irische Künstler Richard Moss gemeinsam mit einem Fotografen- und Filmteam den Kongo, um sich mit dem dortigen anhaltenden Konflikt zwischen der Zentralregierung und lokalen Milizen zu befassen. Das Resultat seiner Arbeit ist die monumentale Multimedia Installation “The Enclave” (2012/13). Auf sechs Bildschirmen entsteht eine multifokale Kriegslandschaft, in der vor allem durch zwei künstlerische Mittel die Tragik…

„Der blaue Reiter präsentiert Eurer Hoheit sein blaues Pferd …“

„Turm der blauen Pferde – jetzt entdeckt“ lautete die spektakuläre Meldung des Art Magazins vor 13 Jahren. Angeblich wurde das berühmte verschollene Hauptwerk des Expressionismus in einem Banksafe unter der Zürcher Bahnhofstraße gefunden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gemälde von Ludwig Justi für die Berliner Nationalgalerie erworben. Im Jahre 1937 wurde es von den Nationalsozialisten in die Ausstellung „Entartete…

Da schau her! Stromkästen werden zu Kunst

Auf humorvolle und kreative Weise, versuchen die Transformer, ein Zusammenschluss von Architekten und Studenten,  die Stadtlandschaft in Sofia zu verlebendigen…Unterstützt wird das Projekt der „Transformatori“ sowohl von staatlichen Institutionen, als auch von  NGOs und verschiedenen Stiftungen. Wie können Künstler zum Umgang mit urbanen Problemen beitragen? „The Transformers has been trying to change the status quo”, erklärt ein Mitglied der Gruppe,”They…

DO IT!

Vor 20 Jahren startete Hans Ulrich Obrist gemeinsam mit Christian Boltanski und Bertrand Lavier das Projekt „do it“: Anhand von schriftlichen Anleitungen verschiedener Künstler werden seitdem an über 50 Orten weltweit „do-it-yourself“ – Ausstellungen kreiert. Die Instruktionen können sich sowohl an Künstlerkollegen, als auch an Besucher dieser „Exhibition in Progress“ richten. In der Manchester Art Gallery lautete eine Aufforderung im…

Neuigkeiten zum Frühlingsanfang

Zusammen mit den blühenden Bäumen in der Stadt nimmt auch unser KSK immer mehr Form an – ab sofort könnt ihr Euch auch anmelden! Ab April werden wir hier im Blog stetig Programminfos und inhaltliche Beiträge posten, die Euch auf die Tage in München einstimmen sollen – bis zum 31. März habt ihr noch die Gelegenheit ein Paper einzusenden. Bild:…

Alle zeigen

Call for Papers für den 86. Kunsthistorischen Studierendenkongress

Da schau her!
Präsentation als Form und Inhalt

Kunst stellt zur Schau und wird zur Schau gestellt, präsentiert und wird präsentiert – Kunstwerke weisen repräsentierend über sich hinaus und stehen gleichzeitig in Sinnzusammenhängen, die sich im Laufe ihrer Geschichte radikal wandeln können.

Strategien der Darstellung lassen sich sowohl anhand des spezifischen Präsentationsortes eines Objekts (Museum, Galerie, Privatsammlung oder Auktionshaus) als auch anhand der werkimmanenten Bildsignale beleuchten: von Aspekten des Ausstellens und Kuratierens über die Frage, wie die geplante Präsentation eines Werkes dessen Gestaltung beeinflusst haben kann, bis hin zu Verweissystemen innerhalb einer bildlichen Darstellung. Durch welche ästhetischen Reize kann ein Kunstwerk die Aufmerksamkeit eines Betrachters auf sich ziehen?

Die Präsentation von Kunstwerken tangiert nicht lediglich kunsthistorische Überlegungen, sondern legt überdies (aktuelle) gesellschaftliche und politische Attitüden offen. Dabei indiziert der Ausstellungsmodus (beispielsweise Kontextualisierung/Dekontextualisierung von Objekten) die Relation sowohl zu unserer Kultur als auch zum „Anderen“ bzw. „Fremden“. Kunstpräsentation wird so zum Politikum.

Das Thema der Präsentation als Inhalt und Form steht dabei in engem Zusammenhang mit einer Analyse der Funktion und Bedeutung eines Werkes in veränderten Kontexten. Auch die Prinzipien des Zeigens und Darstellens von Kunst haben sich mit der Zeit stark gewandelt – oder etwa nicht?

Der Frage, wie durch verschiedene Präsentationsformen der eigene Blick auf Objekte verändert wird, soll ebenfalls nachgegangen werden.
Können Kunstwerke als „Aufmerksamkeitserreger“ selbst aktiv sein und wie werden unterschiedliche Präsentationsstrategien zu Demonstrationszwecken oder Machtrepräsentation genutzt? Welche Rolle spielt dabei die Architektur und welche Auswirkung hat die unmittelbare Umgebung eines Werkes auf dessen Inszenierung? Wie ist das Verhältnis von ursprünglicher Intention und späterer Präsentation eines Objekts im Museum oder käuflicher Kunstrepliken im Museumsshop?

Historische Sammlungen sollen dabei ebenso behandelt werden wie aktuelle Debatten über internationale Ausstellungen und die neuen Darstellungsmöglichkeiten der Digitalisierung.

Nicht zuletzt wird auch die Präsentation des eigenen Fachs reflektiert werden:
Wie möchten wir in Zukunft unsere Lehre und das Studium der Kunstgeschichte (re-)präsentieren?

Diesen Fragen und Mechanismen wollen wir beim 86. KSK in München unter dem Motto „Da schau her! Präsentation als Form und Inhalt“ nachgehen. Der KSK bietet Studierenden und Doktoranden eine Plattform, ihre Forschungen und Positionen vorzustellen und neue Netzwerke zu knüpfen. Die Teilnahme jüngerer Semester ist ausdrücklich erwünscht! Unser Motto ist bewusst offen formuliert, um zur Auseinandersetzung mit Beispielen aller Epochen und Gattungen anzuregen. Wir freuen uns auf eure Tagungsvorträge, Ideen zu Workshops oder ganz neuen, kreativen Formaten.

Unterstützung und Sponsoring

 
Um unser Vorhaben realisieren zu können, sind wir auf wohlwollendes Engagement angewiesen. Über ein ehrenamtlich agierendes Organisationsteam können wir uns bereits jetzt freuen. Geld- oder Sachspenden jedoch würde letztlich den entscheidenden Beitrag zum Gelingen unseres Kongresses darstellen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

“Eine Investition in Wissen, bringt noch immer die besten Zinsen.” Benjamin Franklin 

   

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