DO IT!

Apr 18, 2014
ella.beaucamp

Vor 20 Jahren startete Hans Ulrich Obrist gemeinsam mit Christian Boltanski und Bertrand Lavier das Projekt „do it“: Anhand von schriftlichen Anleitungen verschiedener Künstler werden seitdem an über 50 Orten weltweit „do-it-yourself“ – Ausstellungen kreiert. Die Instruktionen können sich sowohl an Künstlerkollegen, als auch an Besucher dieser „Exhibition in Progress“ richten. In der Manchester Art Gallery lautete eine Aufforderung im Sommer 2013 beispielsweise How to Catch the Holy Ghost or Get Arrested in a Shopping Mall. Louise Bourgeois befahl dem Publikum “Smile at a stranger” und Ai Weiwei erstellte einen Leitfaden zum Besprühen von CCTV Überwachungskameralinsen.

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“What interested me is a hypothetical and playful notion of dispersion, and the potential of an art exhibition to extend beyond its traditional limits,” erklärt Obrist sein Anliegen. So gibt es das „do it“ – Format mittlerweile nicht nur für Museen und Gallerien, sondern auch für zuhause oder im Web.

Aber auch der konstante Wechsel zwischen verschiedenen geografischen Örtlichkeiten spielt dabei laut Obrist eine wichtige Rolle: „The diverse cities in which do it takes place actively construct the artwork context and endow it with their individual marks or distinctions.“